Externe beteiligen
Der Projektraum — in vier Schritten.
Ein Planungsbüro braucht Unterlagen und soll eine Stellungnahme zurückgeben. Der
übliche Weg ist ein Ordner in einer fremden Cloud oder eine Mail mit Anhängen, die
niemand mehr einsortiert. Der Projektraum ist ein Link auf genau einen
Vorgang — befristet, widerrufbar, ohne Benutzerkonto.
1. Freigeben
Im Vorgang tragen Sie ein, wer den Zugang bekommt und bis wann er gilt. Die
Software erzeugt dazu einen langen Zufallsschlüssel. Freigeben darf nur,
wer Schreibrecht auf diesem Aktenplan-Ast hat, und die Frist muss in der
Zukunft liegen — sonst nimmt das System die Freigabe nicht an.
2. Link verschicken
Der Link wird in die Zwischenablage kopiert und geht ins Anschreiben oder in
Ihre E-Mail. Die Software verschickt nichts von selbst — Sie
behalten in der Hand, wer ihn bekommt und mit welchem Begleittext.
3. Das Büro öffnet ihn
Kein Konto, keine Anmeldung, keine App. Ihr Server baut die Seite fertig
zusammen und liefert sie aus: Aktenzeichen, Vorgang, die Unterlagen als Liste
und bis wann der Zugang gilt.
4. Die Antwort landet im Vorgang
Die hochgeladene Stellungnahme wird als Schriftstück abgelegt — mit dem Namen
des Absenders im Titel, als Eingang gekennzeichnet und mit Prüfsumme. Sie
fischen nichts aus einem Postfach und sortieren nichts ein.
Was der Externe nicht kann
Der Schlüssel ist fest mit diesem einen Vorgang verdrahtet. Es
gibt von dort keinen Weg in die Akte, in den Aktenplan oder in andere Vorgänge.
Schriftstücke, die auf eine Gruppe beschränkt sind, erscheinen nicht in der Liste
— und wer die Kennung eines solchen Dokuments errät, bekommt trotzdem nur die
Auskunft, dass es nicht Teil der Freigabe ist.
Beim Hochladen gelten dieselben Leitplanken wie beim Mail-Import: höchstens 20 MB,
nur PDF, Bilder, Office, Text und ZIP, und jede Datei läuft durch die
Virenprüfung. Nach der Frist ist der Zugang zu, ein Widerruf wirkt sofort — ohne
dass Sie den Empfänger dafür erreichen müssen.
Freigabe, jeder Upload und jeder Widerruf stehen im Änderungsprotokoll. Dazu ein
Zugriffszähler: Sie sehen, ob das Büro überhaupt hineingeschaut hat
— was bei einer laufenden Frist die nützlichere Information ist als jede
Empfangsbestätigung.
Eine Voraussetzung, die Sie mit Ihrer IT klären müssen
Der Link zeigt auf Ihre eigene Installation — dorthin, wo Ihre
Akten liegen. Damit ein Planungsbüro ihn öffnen kann, muss diese Adresse
von außen erreichbar sein. Läuft Ihre Anlage ausschließlich im
Rathausnetz, öffnet sich der Link im Büro nicht.
Das heißt nicht, dass Ihr System offen im Netz stehen muss: Erreichbar sein muss
nur der eine Zugangsweg für den Projektraum, und auch der gibt ohne gültigen
Schlüssel nichts heraus. Wie das bei Ihnen gelöst wird — über den vorhandenen
Zugang Ihres Rechenzentrums oder eine eigene Adresse — ist eine Frage an Ihre IT,
und wir klären sie vor der Einführung, nicht danach.