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„Das Telefon steht nicht still. Das bindet bei uns eine ganze Stelle.“

Wenn niemand ans Telefon gehen kann

Das Telefon steht nicht still, und es sind zum großen Teil dieselben Fragen: Öffnungszeiten, Zuständigkeit, Bearbeitungsstand, welche Unterlagen gebraucht werden. Wer gerade drangeht, wird aus der eigentlichen Arbeit gerissen. Und wenn niemand kann, klingelt es ins Leere — beim nächsten Versuch ist der Anrufer verärgert oder weg.

Was sich ändert

Eine Leitung, die abnimmt und aus Ihrem eigenen Wissen Auskunft gibt — eingehend wie ausgehend.

  • Es nimmt jemand ab — auch mittags, auch am Freitagnachmittag, auch wenn alle in einer Sitzung sind.
  • Die Auskunft kommt aus Ihren eigenen Unterlagen, nicht aus dem allgemeinen Wissen eines Sprachmodells. Was Sie nicht hinterlegt haben, wird nicht erfunden.
  • Was besprochen wurde, landet dort, wo Sie es wiederfinden — beim Kontakt, als Termin, als Rückrufbitte.
So läuft es

Vier Schritte, in der Reihenfolge, in der Sie sie erleben.

Schritt 01

Leitung anbinden

Sie bekommen eine Nummer für eingehende Anrufe — als zusätzliche Leitung, als Überlauf, wenn besetzt ist, oder für die Zeiten außerhalb der Sprechstunde. Die Telefonie kommt von unserem Partner Fonio, angebunden über eine Verbindung, die wir eigens dafür abgesichert haben.

Schritt 02

Wissen freigeben

Sie legen fest, aus welchen Ordnern die Auskunft kommen darf — dieselbe Wissensbasis, aus der auch der Chat und der Assistent auf Ihrer Webseite antworten. Sie pflegen sie einmal.

Schritt 03

Grenzen ziehen

Was beantwortet werden darf und was nicht, bestimmen Sie. Für alles darüber hinaus wird weitergeleitet oder ein Rückruf notiert — mit dem, was der Anrufer schon gesagt hat, damit er es nicht zweimal erzählen muss.

Schritt 04

Auch hinausrufen

Die Leitung geht in beide Richtungen: Terminerinnerung, Rückfrage zu einer fehlenden Unterlage, Bestätigung. Für welche Fälle das zulässig ist, steht weiter unten — das ist keine Nebensache.

Ein Fall von Anfang bis Ende

Dienstagvormittag, wenn zwei Leute krank sind.

Nicht der Normalbetrieb ist das Problem, sondern der Tag, an dem die Besetzung nicht reicht. Genau dafür ist die Telefon-KI gedacht.

  1. 9:12

    Es klingelt zum sechsten Mal

    Bisher: Entweder jemand wird aus der Arbeit gerissen, oder es klingelt ins Leere. Ein Anrufer, der niemanden erreicht, ist beim nächsten Versuch verärgert — oder er versucht es nicht mehr.

  2. 9:12

    Die Auskunft, die ohnehin dieselbe ist

    „Wann hat das Bürgerbüro donnerstags auf?" wird beantwortet — aus dem freigegebenen Wissen, in normaler Sprache, ohne Menüführung mit Tastenwahl. Der Anrufer erfährt zu Beginn, dass er mit einer Maschine spricht.

  3. 9:15

    Die Grenze greift

    Der nächste Anrufer will wissen, warum sein Bauantrag noch nicht beschieden ist. Dafür ist die KI ausdrücklich nicht zuständig — sie sagt das, nimmt das Anliegen auf und gibt weiter. Was sie beantworten darf und was nicht, legen Sie fest.

  4. 9:40

    Der Rückruf, der nicht vergessen wird

    Aus dem aufgenommenen Anliegen wird ein Vermerk mit Rückrufnummer — bei der zuständigen Stelle, nicht auf einem Zettel. Am Nachmittag arbeitet die Kollegin die Liste ab und weiß vorher, worum es geht.

  5. Nachmittags

    Auch in die andere Richtung

    Terminerinnerungen und Rückfragen lassen sich auch hinausrufen. Was dabei erlaubt ist, hängt vom Anlass ab — bei Werbeanrufen ist die Rechtslage eng, bei einer Terminerinnerung zu einem vereinbarten Termin nicht.

Es geht nicht darum, das Telefon abzuschaffen. Es geht um die Anrufe, die niemand entgegennehmen konnte — und die deshalb morgen noch einmal kommen.

Was dahintersteckt

Diese Bausteine arbeiten dafür zusammen.

Alle sind Teil desselben Systems — Sie kaufen sie nicht einzeln dazu.

Im Einzelnen

Was am Telefon anders ist als im Chat.

Ein Telefongespräch verzeiht weniger. Es gibt kein Zurückscrollen, keine Quellenangabe zum Nachlesen und keine zweite Chance beim ersten Satz.

Sie ziehen die Grenze, nicht wir

Welche Themen beantwortet werden und welche sofort an einen Menschen gehen, legen Sie fest. Der wichtigste Teil der Einrichtung ist die Liste dessen, was die KI nicht sagen darf — Bearbeitungsstände, Zusagen, alles mit Ermessen.

Erkennbar als Maschine

Der Anrufer erfährt zu Beginn, dass er mit einer KI spricht. Das ist nicht nur eine Anforderung des EU AI Act, sondern praktisch klug: Wer es weiß, formuliert kürzer und ärgert sich nicht hinterher, getäuscht worden zu sein.

Aus Ihrem Wissen, nicht aus dem Internet

Geantwortet wird aus dem freigegebenen Bestand — demselben, aus dem der Assistent auf Ihrer Webseite antwortet. Sie pflegen ihn einmal. Liegt nichts vor, wird nichts erfunden: Dann nimmt die KI das Anliegen auf.

Das Anliegen geht nicht verloren

Was nicht beantwortet werden kann, wird aufgenommen und weitergegeben — mit Rückrufnummer und dem, worum es ging. Die Kollegin ruft vorbereitet zurück statt mit „Sie hatten angerufen?".

Ausgehende Anrufe sind ein eigenes Thema

Terminerinnerungen und Rückfragen zu laufenden Vorgängen sind unproblematisch. Werbeanrufe sind es nicht — bei Verbrauchern braucht es eine ausdrückliche vorherige Einwilligung, und die Rechtslage ist streng. Was Sie dürfen, hängt vom Anlass ab und nicht von der Technik.

Die Personalvertretung sitzt mit am Tisch

Ein System am Telefon berührt die Frage, wie Erreichbarkeit und Gesprächsaufkommen sichtbar werden. Auch hier gilt: Dass wir keine Leistungsauswertung vorsehen, gehört in die Vereinbarung geschrieben. Wir liefern die Angaben dafür.

Was wegfällt

Was im Vorzimmer aufhört.

Das Telefon bleibt. Was aufhört, ist die Wiederholung — und das schlechte Gefühl bei einem Klingeln, das niemand annimmt:

  • Zum fünfzehnten Mal an diesem Tag die Öffnungszeiten durchgeben
  • Aus der Arbeit gerissen werden, weil sonst niemand rangeht
  • Anrufe ins Leere klingeln lassen, weil zwei Leute krank sind
  • Rückrufwünsche auf Zetteln notieren, die verlorengehen
  • Zurückrufen und erst im Gespräch erfahren, worum es geht
  • Anrufer weiterverbinden, die dann wieder erklären müssen, was sie wollen
  • Terminerinnerungen von Hand abtelefonieren
Ehrlich gesagt

Was Sie dafür brauchen.

Damit Sie es vorher wissen und nicht hinterher.

  • Die Telefonie selbst kommt von unserem Partner Fonio. Ihr Wissen bleibt auf Ihrem Server — die Verbindung dorthin haben wir eigens abgesichert. Wie ein Gespräch technisch verarbeitet wird, legen wir Ihnen vor dem Start offen, damit Ihr Datenschutzbeauftragter es prüfen kann.
  • Es ersetzt nicht Ihre Leute, sondern die Anrufe, bei denen ohnehin nur eine Auskunft nötig ist. Der schwierige Fall gehört weiterhin an einen Menschen — und muss auch dorthin durchkommen.
  • Die Qualität hängt daran, was hinterlegt ist. Eine Leitung, die auf eine dünne Wissensbasis zugreift, sagt viermal „das kann ich Ihnen nicht sagen" — und ärgert Anrufer mehr, als wenn niemand abgenommen hätte.
  • Menschen reden am Telefon anders als sie tippen: Dialekt, Nebengeräusche, Unterbrechungen. Rechnen Sie mit einer Einlaufzeit, in der Sie nachjustieren.
Die Fragen, die jetzt kommen

Bevor Sie fragen müssen.

Muss der Anrufer erfahren, dass er mit einer KI spricht?

Ja, und zwar am Anfang des Gesprächs. Der EU AI Act verlangt in Artikel 50, dass Menschen es erfahren, wenn sie mit einer KI sprechen — bei einer Stimme am Telefon gilt das erst recht, weil sie täuschender wirkt als ein Chatfenster. Wir richten das so ein, dass es gesagt wird, bevor der Anrufer sein Anliegen schildert, nicht danach.

Dürfen wir damit Kunden anrufen?

Nicht für Werbung. Werbeanrufe brauchen eine Einwilligung — bei Verbrauchern ausdrücklich, gegenüber Unternehmen mindestens eine mutmaßliche (§ 7 UWG). Dass eine KI wählt statt eines Mitarbeiters, ändert daran nichts; es macht den Verstoß nur schneller. Zulässig sind Anrufe im Rahmen einer laufenden Sache: die Terminerinnerung, die Rückfrage zu einer fehlenden Unterlage, die Bestätigung. Was bei Ihnen darunterfällt, klären wir vorher zusammen.

Was, wenn die KI etwas Falsches sagt?

Sie antwortet aus dem, was Sie hinterlegt haben, und nicht aus dem allgemeinen Wissen eines Sprachmodells — das ist der wichtigste Unterschied zu dem, was man von Sprachassistenten kennt. Trotzdem gilt: Was am Telefon gesagt wird, verantworten Sie wie jede andere Auskunft aus Ihrem Haus. Deshalb legen Sie die Grenzen fest, und deshalb gehört alles Verbindliche — Zusagen, Fristen, Bescheide — nicht an die Leitung, sondern an einen Menschen.

Was sagt der Personalrat dazu?

Rechnen Sie damit, dass es Thema wird — zwei Sorgen sind zu erwarten. Die eine: Werden hier Stellen ersetzt? Die andere: Wird mitgehört und ausgewertet, wer wie viele Gespräche annimmt? Die erste Frage beantworten Sie, nicht wir. Für die zweite gilt: Was aufgezeichnet und ausgewertet wird, legen Sie fest, und es gehört in dieselbe Vereinbarung wie jede andere technische Einrichtung. Wir stellen zusammen, was Ihr Gremium dafür braucht.

Merkt man, dass es keine echte Person ist?

Meistens ja — und das soll auch so sein, siehe oben. Entscheidend ist nicht, ob es menschlich klingt, sondern ob der Anrufer sein Anliegen loswird und eine brauchbare Antwort bekommt. Wer nach zwei Sätzen merkt, dass er im Kreis geführt wird, legt auf; wer in dreißig Sekunden weiß, welche Unterlagen er braucht, ist zufrieden.

Kein Einzelprodukt

Das hier ist kein eigenes Programm.

Es ist dieselbe Wissensbasis, aus der auch der Chat Ihrer Mitarbeiter und der Assistent auf Ihrer Webseite antworten — Sie pflegen sie einmal. Ein Termin aus dem Gespräch steht in Ihrem Kalender, eine Rückrufbitte beim Kontakt im CRM.

Alles läuft in ZAjONiC — ein Server, eine Anmeldung, ein Rechtekonzept, ein Wissensbestand. Was Ihnen fehlt, wird als weiterer Baustein ergänzt: nicht als zweites Produkt, sondern als Aufsatz auf allem, was schon steht.

Am besten sehen Sie es an Ihren eigenen Unterlagen.

Wir zeigen Ihnen das unverbindlich und ohne Vorbereitung Ihrerseits. Wenn Sie erst sortieren wollen, wo KI bei Ihnen überhaupt wirkt, fangen wir mit der Prozessanalyse an.