Im Einzelnen
Die Teile, an denen sich eine E-Akte bewährt.
Eine Akte anzulegen kann jede Software. Eine E-Akte zu führen ist etwas anderes. Die folgenden acht Punkte sind das, was danach kommt — und woran Einführungen scheitern, wenn sie fehlen.
Ihr Aktenplan, nicht unserer
Die kommunale Systematik von 0 bis 9 ist mitgeliefert, damit ab dem ersten Tag gearbeitet werden kann. Ihren eigenen Plan importieren Sie als CSV, danach ist der Baum frei änderbar. Die Aufbewahrungsfristen bleiben in der Vorlage leer — die setzt Ihr Haus nach der eigenen Fristenordnung. Eine geratene Vorgabe, die unbemerkt greift, wäre gefährlicher als gar keine.
24 Aktenarten mit eigenen Feldern
Baugesuch, Bebauungsplan, Beschwerde, EDV-Bestand, Ehrung, Fahrzeug, Förderung, Fund, Gewerbe, Grab, Hundesteuer, Inventar, Kita-Aufnahme, Liegenschaft, Nutzungsüberlassung, Ordnungswidrigkeit, Personal, Stellenbesetzung, Unterhaltsvorschuss, Vergabe, Vertrag, Wohngeld, Genehmigung, Gerät. Die Grabakte fragt anderes ab als das Baugesuch — weitere Arten legen Sie im Designer selbst an.
Personalakten sind unsichtbar, nicht gesperrt
Ein vertraulicher Ast erscheint für nicht berechtigte Gruppen in keiner Liste und in keinem Suchergebnis. Das ist ein Unterschied: Ein gesperrter Ordner verrät, dass es ihn gibt. Wo in einer sonst offenen Akte ein einzelnes Schriftstück geschützt gehört, lassen sich Rechte bis auf das Dokument vergeben.
Der Umlauf hält den Betrieb aus
Mitzeichnung nacheinander oder parallel, hinterlegte Vertretung bei Abwesenheit, Eskalation an den Ersteller bei Überfälligkeit. Wiedervorlagen dürfen sich wiederholen — für die jährliche Prüfung der Spielgeräte oder die Nachschau bei einer Auflage. Nichts bleibt liegen, weil jemand im Urlaub ist.
Wiederfinden ist die eigentliche Aufgabe
Gesucht wird über den gesamten Bestand: Aktenzeichen, Beteiligte, Schlagworte und der Inhalt der Schriftstücke, auch in eingescannten Unterlagen. Eine Synonymliste für Verwaltungsbegriffe ist mitgeliefert — „KFZ" findet Kraftfahrzeug; eigene Paare ergänzen Sie selbst. In der offenen Akte fragen Sie in normalen Worten und bekommen die Quelle dazu.
Papier läuft weiter, ohne Doppelarbeit
Standort, Ausleihe und Rückgabetermin werden geführt. Etiketten tragen das Aktenzeichen als QR-Code, und der Stapelscan liest es beim Einscannen wieder aus — die Seiten landen in der richtigen Akte, ohne dass jemand sortiert. Das ist die versteckte Arbeit, die beim Umstieg sonst niemand einplant.
Der Altbestand kommt mit
Bestandsübernahme aus vorhandenen Dokumentenmanagement-Systemen, xdomea aus anderen Systemen, oder direkt aus gewachsenen Ordnerstrukturen: Unterordner der ersten Ebene werden Vorgänge, Dateien werden Schriftstücke, tiefere Ebenen wandern als Pfad in den Dateinamen. Der Umstieg ist das eigentliche Hindernis — deshalb liegt genau hier die meiste Arbeit.
Die Unterlagen für die Prüfung
Die Verfahrensdokumentation entsteht auf Knopfdruck — aus den tatsächlichen Einstellungen Ihrer Installation: Aktenplan, Fristen, Rechte, Lebenszyklus. Nicht aus einer Vorlage, in der später jemand die Namen tauscht. Dazu das Änderungsprotokoll je Akte, der exportierbare Löschnachweis und PDF/A für die Langzeitspeicherung.